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Am Tag der Beerdigung meiner Mutter landete ich im Fluss – ich weiß nicht, ob ich ausgerutscht bin oder ob man mich absichtlich gestoßen hat: aber als ich auf wundersame Weise aus dem Wasser kletterte, hörte ich zufällig das Gespräch meines Mannes und meiner besten Freundin Die Beerdigung meiner Mutter verlief wie im Nebel. Die Leute sprachen tröstende Worte, umarmten mich, jemand stellte Speisen auf den Tisch, jemand weinte leise. Ich hörte kaum etwas. Am Abend begannen die Gäste zu gehen. Im Haus wurde es stickig und schwer. Ich wollte an die frische Luft, also schlich ich leise zum Fluss. Das Ufer war nach dem Regen nass und rutschig. Ich stand direkt am Wasser, als plötzlich der Boden unter meinen Füßen nachgab. Ich konnte nicht einmal schreien, und eine Sekunde später war ich im eiskalten Wasser. Die Strömung war sehr stark. Das Kleid zog sofort nach unten, die Schuhe hinderte mich an der Bewegung. Einige Sekunden lang kämpfte ich ums Überleben und dachte, ich würde ertrinken. Aber in meiner Jugend hatte ich jahrelang geschwommen. Das rettete mich. Instinkt funktionierte schneller als Angst. Ich drehte mich auf den Rücken, stieß mich mit den Beinen ab und schwamm zu den Schilfhalmen am Ufer. Meine Finger tasteten die harten Stängel. Ich klammerte mich daran und kämpfte mich mühsam an Land. Ich lag im nassen Schlamm und versuchte, mich zu sammeln. Genau in diesem Moment hörte ich Stimmen. Jemand kam zum Abhang direkt über meinem Kopf. Vorsichtig hob ich die Augen durch das Schilf und erstarrte. Es waren mein Mann und meine beste Freundin. Sie standen ganz nah am Ufer und blickten ins Wasser. — Sie wird nicht herauskommen, — sagte mein Mann ruhig. — Selbst erfahrene Schwimmer schaffen es kaum. — Und wenn sie es schafft? — fragte die Freundin nervös. — Sie wird nicht herauskommen. Außerdem haben alle gesehen, dass sie nach der Beerdigung ein wenig getrunken hat. Die Freundin schmunzelte leise. — Sie ist kein Problem. Ich sage, dass ich gesehen habe, wie sie ausgerutscht ist und gefallen. Ich sage, dass ich helfen wollte, aber nicht rechtzeitig kam. — Genau, — antwortete der Mann. Plötzlich wurde mir klar, dass ich vielleicht nicht zufällig in den Fluss gefallen war. Die Freundin schwieg und fragte plötzlich: — Na gut, und was hast du wegen des Todes ihrer Mutter gemacht? Hast du bestochen? Der Mann antwortete ruhig, als spräche er über etwas Alltägliches. — Ja. Alles unter Kontrolle. Alle glaubten an die Infarkt-Version. In mir brach alles zusammen. Die Freundin lachte leise. — Du hast versprochen, alles zu erzählen, wenn sie beide im Jenseits sind. Erkläre jetzt, warum du beide auf einmal beseitigen wolltest. Der Mann schwieg einige Sekunden. — Weil sie ein sehr wichtiges Geheimnis kannten. — Und welches? Ich hörte auf zu atmen. Und dann erzählte er, was mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Dafür hat er meine Mutter beseitigt… und dafür wollte er auch mich beseitigen Die Fortsetzung der Geschichte findest du im ersten Kommentar

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Am Tag der Beerdigung meiner Mutter landete ich im Fluss – ich weiß nicht, ob ich ausgerutscht bin oder ob man mich absichtlich gestoßen hat: aber als ich auf wundersame Weise aus dem Wasser kletterte, hörte ich zufällig das Gespräch meines Mannes und meiner besten Freundin 😢😨


Die Beerdigung meiner Mutter verlief wie im Nebel. Die Leute sprachen tröstende Worte, umarmten mich, jemand stellte Speisen auf den Tisch, jemand weinte leise. Ich hörte kaum etwas. Am Abend begannen die Gäste zu gehen. Im Haus wurde es stickig und schwer. Ich wollte an die frische Luft, also schlich ich leise zum Fluss.
Das Ufer war nach dem Regen nass und rutschig. Ich stand direkt am Wasser, als plötzlich der Boden unter meinen Füßen nachgab. Ich konnte nicht einmal schreien, und eine Sekunde später war ich im eiskalten Wasser. Die Strömung war sehr stark. Das Kleid zog sofort nach unten, die Schuhe hinderte mich an der Bewegung. Einige Sekunden lang kämpfte ich ums Überleben und dachte, ich würde ertrinken. Aber in meiner Jugend hatte ich jahrelang geschwommen. Das rettete mich. Instinkt funktionierte schneller als Angst. Ich drehte mich auf den Rücken, stieß mich mit den Beinen ab und schwamm zu den Schilfhalmen am Ufer. Meine Finger tasteten die harten Stängel. Ich klammerte mich daran und kämpfte mich mühsam an Land.
Ich lag im nassen Schlamm und versuchte, mich zu sammeln. Genau in diesem Moment hörte ich Stimmen. Jemand kam zum Abhang direkt über meinem Kopf. Vorsichtig hob ich die Augen durch das Schilf und erstarrte. Es waren mein Mann und meine beste Freundin. Sie standen ganz nah am Ufer und blickten ins Wasser.
— Sie wird nicht herauskommen, — sagte mein Mann ruhig. — Selbst erfahrene Schwimmer schaffen es kaum.
— Und wenn sie es schafft? — fragte die Freundin nervös.
— Sie wird nicht herauskommen. Außerdem haben alle gesehen, dass sie nach der Beerdigung ein wenig getrunken hat.
Die Freundin schmunzelte leise. — Sie ist kein Problem. Ich sage, dass ich gesehen habe, wie sie ausgerutscht ist und gefallen. Ich sage, dass ich helfen wollte, aber nicht rechtzeitig kam.
— Genau, — antwortete der Mann.
Plötzlich wurde mir klar, dass ich vielleicht nicht zufällig in den Fluss gefallen war. Die Freundin schwieg und fragte plötzlich:
— Na gut, und was hast du wegen des Todes ihrer Mutter gemacht? Hast du bestochen?
Der Mann antwortete ruhig, als spräche er über etwas Alltägliches.
— Ja. Alles unter Kontrolle. Alle glaubten an die Infarkt-Version.

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