Er sagte, es müsse wie ein Unfall aussehen, damit niemand etwas hinterfragen würde.“
Der Satz hallte in meinem Kopf wider wie eine Explosion, die Zögern, Zweifel und Verleugnung in einem gnadenlosen Augenblick auslöschte, denn alle Erklärungen, die meine Wahrnehmung von Dereks Verhalten einst geschützt hatten, brachen unter der rohen Gewissheit der Angst meiner Tochter zusammen.
„Okay“, flüsterte ich mit zitternder Stimme, trotz aller Bemühungen, mich zu beherrschen. „Wir fahren sofort los, und du bleibst ganz nah bei mir.“
Ich bewegte mich mit mechanischer Präzision durch das Haus, angetrieben von einer tief in mir schlummernden Panik. Ich raffte meine Handtasche, Ausweispapiere, etwas Bargeld und Sadies Rucksack zusammen und unterdrückte den lähmenden Drang, über alle Möglichkeiten nachzudenken, die kostbare Sekunden zu rauben drohten. Sadie stand in der Nähe der Haustür, ihr Atem ging flach und schnell. Immer wieder flüsterte sie mir zu, ich solle mich beeilen, und die Dringlichkeit, die von ihrem zierlichen Körper ausging, trieb mich an. Die Angst schnürte mir unerbittlich die Brust zu. Ich griff nach dem Türknauf. Ein scharfes, metallisches Klicken hallte durch den Eingangsbereich und ließ uns beide in betäubtes Schweigen versinken. Der Riegel über dem Griff raste ohne menschliches Zutun ein – eine mechanische Entscheidung, ferngesteuert und mit erschreckender Endgültigkeit. Mein Puls raste. Das Alarmpanel neben der Tür leuchtete sofort auf und gab eine Reihe elektronischer Pieptöne von sich, die unverkennbar mit der Fernaktivierung des Systems verbunden waren. Das sanfte Leuchten des Tastenfelds wirkte nun eher bedrohlich als schützend.
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