Ich starrte auf den Bildschirm meines Handys und versuchte mir einzureden, dass ich mir das alles nur einbildete. Das körnige Schwarz-Weiß-Bild der Nachtsichtkamera zeigte Mia, wie sie still auf der Seite lag. Ihr kleiner Körper hob und senkte sich mit jedem Atemzug. Es war still im Zimmer. Die einzige Bewegung kam vom leichten Schwingen des Vorhangs am Fenster. Einen Moment lang hörte die Matratze auf, sich zu bewegen, und alles schien wieder normal.
Dann bewegte sie sich erneut.
Nicht viel – nur ein langsamer Druck von unten, als würde jemand mit der Schulter oder dem Knie nach oben drücken. Die Matratze gab unter Mias Rücken leicht nach.
Mein Herz raste.
„Mia …“, flüsterte ich, obwohl sie mich durch die Kamera nicht hören konnte.
Die Bewegung wiederholte sich, diesmal stärker. Die Matratze hob sich in der Mitte leicht und senkte sich dann wieder ab.
Mein Gehirn suchte verzweifelt nach einer logischen Erklärung.
Vielleicht war der Rahmen kaputt.
Vielleicht war eine Feder gebrochen.
Vielleicht war die neue Matratze nicht richtig eingebaut.
Aber keine dieser Möglichkeiten erklärte, was als Nächstes geschah.
Die Decke hob sich leicht in der Nähe von Mias Beinen. Als ob etwas darunter nach oben gedrückt hätte.
„Mia“, sagte ich laut und stand bereits auf.
Ich schnappte mir meinen Morgenmantel und eilte den Flur entlang zu ihrem Zimmer, während ich weiterhin die Kamera auf meinem Handy im Auge behielt.
Die Tür war geschlossen. Im Zimmer herrschte Stille.
Ich öffnete die Tür leise. Mia schlief noch. Die Matratze sah völlig normal aus. Aber irgendetwas stimmte nicht.
Ich hockte mich neben das Bett und hob die Decke ein wenig an, um die Matratzenoberfläche zu untersuchen. Nichts Ungewöhnliches. Der Stoff sah glatt und eben aus.
Dann fiel mir der Kamerawinkel wieder ein. Sie war nicht direkt auf die Oberseite der Matratze gerichtet.
Sie war seitlich gerichtet. Langsam wanderte mein Blick zur Unterkante des Bettgestells.
Da sah ich es. Die Matratze lag nicht mehr gleichmäßig auf dem Gestell. Eine Ecke hatte sich nach oben verschoben. Als ob etwas darunter zwischen Matratze und Holzlatten eingeklemmt wäre.
„Mia“, flüsterte ich.
Sie rührte sich leicht.
„Was ist los, Mama?“
Ich versuchte, ruhig zu sprechen.
„Schatz … war heute Nacht jemand in deinem Zimmer?“
„Nein.“
„Hast du etwas gehört?“ Sie schüttelte schläfrig den Kopf. Ich schob meine Hand unter die Matratzenkante.
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