Debatte in Bayern: Soll das Sitzenbleiben abgeschafft werden
Der Paukenschlag

Am 21. August 2025 platzte die Nachricht in die Sommerflaute: Die Landtags-Grünen um Bildungsexpertin Gabriele Triebel fordern, das Sitzenbleiben in Bayerns Schulen endgültig abzuschaffen. Wiederholte Jahrgänge seien „pädagogisch wirkungslos und ökonomisch unsinnig“, ließ Triebel wissen.
Seither wabert die Diskussion durch Klassenzimmer und Kabinettssäle. Kultusministerin Anna-Carina Hummel (CSU) hält dagegen, Wiederholungen blieben „letztes, aber nötiges Korrektiv“. Spätestens seit der Forderung steht Bayerns Bildungspolitik kopf.
Lassen Sie uns einen Blick auf die nackten Zahlen werfen.
Die Zahlen hinter dem Tabu

Rund 40 000 Schülerinnen und Schüler mussten im Schuljahr 2024/25 eine Klasse wiederholen; 17 000 davon hatten keinerlei Wahl. Schon die Extra-Lehrmittel schlagen jährlich mit gut 240 Millionen Euro zu Buche – Geld, das die Grünen lieber in Förderprogramme stecken würden.
Mehr als die Hälfte dieser Summe entfällt auf zusätzliche Lehrerstunden, Klassenzimmerunterhalt und Lehrwerke, die in den Regalen verstauben. Kritiker sprechen von „Versagen auf Ansage“ – jede Ehrenrunde sei ein verlorenes Jahr für Kind und Kasse.
Wer aber leidet besonders unter diesem System?
Wer wirklich sitzen bleibt – die soziale Schieflage

Kinder mit Migrationsgeschichte stellen in Bayern 28,5 Prozent der Gesamtschülerschaft, aber fast 40 Prozent der Sitzenbleiber. Für Bildungsexperten ist das ein Alarmsignal: Wiederholungen zementieren Benachteiligung, statt sie zu beheben.
Auch Kinder aus einkommensschwachen Familien drehen überproportional häufig eine Ehrenrunde. Psychologen warnen vor „Demotivationsspiralen“, die bis zum Schulabbruch führen können.
Doch andere Bundesländer zeigen, dass es anders geht.
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