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Keimkartoffeln: Sind sie unbedenklich zum Verzehr?

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Kartoffeln sind die Grundlage so vieler leckerer Gerichte, dass wir sie fast immer zu Hause haben. Doch schon beim Öffnen des Küchenschranks erwartet uns ein unappetitlicher Anblick: Kartoffeln voller kleiner Keime. Ist das ein Grund zur Panik oder nur ein optischer Störfaktor? Bevor man sie wegwirft (oder bedenkenlos zubereitet), sollte man verstehen, was diese Keime wirklich bedeuten … und vor allem, was sie für den Teller bedeuten.

Warum keimen Kartoffeln?

Keimen ist ein völlig natürliches Phänomen. Die Kartoffel ist eine lebende Knolle, die zur Fortpflanzung programmiert ist. Unter den richtigen Bedingungen – Wärme, Feuchtigkeit, Licht – aktiviert sie ihre biologischen Mechanismen, um neue Pflanzen zu bilden. Mit anderen Worten: Sie tut genau das, wozu die Natur sie vorgesehen hat.

Im Gemüsegarten ist das eine gute Nachricht. In der Küche hingegen weniger … besonders, wenn man gerade schnell Kartoffelpüree zubereiten wollte.

Sind Keime wirklich gefährlich? Diese Frage taucht immer wieder auf, und das aus gutem Grund. Keimlinge enthalten Solanin, eine Substanz, die natürlicherweise in Kartoffeln vorkommt. Ihre Konzentration steigt jedoch mit der Keimung und dem Grünwerden der Knolle. In hohen Dosen ist diese Substanz schädlich für den Körper, insbesondere für Menschen mit einer entsprechenden Empfindlichkeit.

Die Virologin Océane Sorel hat dies kürzlich klargestellt: Nicht das Vorhandensein eines Keimlings an sich ist problematisch, sondern dessen Entwicklungsstadium und der allgemeine Zustand der Kartoffel.

Wann man sie noch essen kann: Gute Nachricht: Nicht alle gekeimten Kartoffeln müssen im Müll landen. Sind die Keimlinge kurz (weniger als ein Zentimeter) und das Fruchtfleisch noch fest, nicht grünlich und nicht runzelig, sind sie noch essbar.

In diesem Fall ist die Regel einfach: Entfernen Sie alle Keimlinge sorgfältig, schälen Sie die Kartoffel gründlich und kochen Sie sie gut durch. Durch das Kochen wird die Knolle zwar nicht auf wundersame Weise „neu“, aber es ist eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme und trägt zur Lebensmittelsicherheit bei.

Wann man Kartoffeln wegwerfen sollte

Andererseits gibt es eindeutige Anzeichen. Ist die Kartoffel weich, runzelig, grünlich oder hat sie lange und zahlreiche Keime, sollte man es lieber nicht riskieren. In diesem Fall ist die Solaninkonzentration höher, und das Risiko lohnt sich eindeutig nicht.

Man muss kein schlechtes Gewissen haben: Eine überreife Kartoffel wegzuwerfen, ist einfach vernünftig.

Häufige Fehler, die man vermeiden sollte
Viele denken, man müsse nur den Keim abschneiden und die Kartoffel weiterverwenden, selbst wenn sie stark beschädigt ist. Das ist keine gute Idee. Auch das Überdecken der Bitterkeit mit Gewürzen oder das Kochen in viel Fett ist keine Lösung.

Ein weiterer Irrglaube: die Annahme, alle gekeimten Kartoffeln seien automatisch giftig. Auch das stimmt nicht. Es kommt auf den Grad an.

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